Sonntag, 12. Mai 2013

Abschied nehmen

Ich bin zwar wieder in Deutschland mittlerweile, jetzt habe ich aber endlich die Zeit gefunden, diesen Blog zu vervollständigen.

Die letzten Wochen waren nur noch anstrengend und je näher ich dem Ende meines Programms kam, so nervöser wurde ich. Und desto weniger wollte ich weg. Ich habe wirklich alle Phasen in diesem Programm durchgemacht. Von "Boah, in was für nem Sauhaufen bin ich denn hier gelandet?" über "Hey, gar nicht so kacke, macht doch voll Spaß!" bis hin zu "Ey einfach keinen Bock mehr. Die spinnen doch alle!!!". Doch in den letzten Wochen war es mir dann alles zu schnell. Plötzlich war mein letzter schedule draußen, der letzte Arbeitstag kam näher und damit dann auch der Abschied von all den tollen Menschen dort. Irgendwie ist es nach wie vor unvorstellbar - aber dazu ein späterer Post nochmal.

Mein letzter Arbeitstag war gekommen. Es war einfach komisch, alles ein letztes Mal zu machen. Ein letztes Mal einen Tisch begrüßen, den letzten Tische begrüßen, den letzten Check rausbringen...ein letztes Mal das "Zicke, zacke, zicke, zacke, hoi, hoi, hoi" der Band hören. Alles komisch. Ich hatte am Tag zuvor sogar einen Abschiedskuchen bekommen von unserem Manager Intern. Ihm war allerdings nicht klar, dass er damit eigentlich fast eine kostspielige Abschiedsaktion gestartet hat. Schließlich gehen jeden Monat wieder Castmember. Und jedem einen dicken Abschiedskuchen zu schenken, ist vielleicht nicht ganz im Sinne des Kostenrahmens. Aber ich habe mich natürlich total gefreut und fand die Geste einfach megaschön. :)
Dann wurde ich ja auch noch auf die Bühne gerufen und musste gemeinsam mit den Jungs, die von Managerin Lisa dazugescheucht wurden, damit ich nicht allein dort stehen muss, den Prosit singen. Am Ende war ich einfach doch ganz schön traurig, alle zu verlassen. Ein Jahr war Orlando mein zuhause. Ich habe dort gelacht, geweint, bin ausgerastet und habe ruhige Momente gehabt. Soviel habe ich noch nie in einem einzigen Jahr erleben dürfen. Und so viele verrückte und liebenswerte Mädels und Jungs habe ich noch nie auf einen Haufen gesehen!

Nachdem ich mein Arbeitszeugnis bekommen hatte und mich losreißen konnte, gings dann noch auf ein letztes "Drinking around the world". Um die Welt haben wir es nicht geschafft, aber das Schöfferhofer Grapefruit haben wir in Deutschland genossen und in Mexiko gabs dann noch nen schönen Margarita. Also around the world war eigentlich überhaupt nicht :D Aber wir waren auch noch in Japan essen beim Livecooking. War ganz nice. Tolle Erfahrung. Am wichtigsten war mir aber, dass ich nochmal Zeit mit meinen Liebsten verbringen konnte. Schließlich sollte es ja auch am nächsten Morgen direkt nach California gehen auf unseren Finaltrip!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen