Freitag, 3. August 2012

Hear it for New York!

Montagnacht kam ich von meinem ersten Trip außerhalb Floridas zurück. Für vier Tage war ich mit Gini, Michelle und Alina in Neeeew York.Wahnsinnig diese Stadt. Überall ragen die Hochhäuser über den Köpfen hinaus, der Times Square glitzert und blinkt tagein, tagaus und überall tummeln sich die Wannabe-Musicaldarsteller. Aber fangen wir doch am Anfang an (ich glaube, das wird ein etwas längerer Post...ich will euch nur vorwarnen ;)).


1.Tag: Wer hatte da überhaupt die Idee, am Flughafen zu übernachten? Wir dachten uns, wäre ja ganz cool, das Geld für das Taxi zum Flughafen zu sparen und stattdessen für 2$ den letzten Bus zu nehmen. Bis hierher schon gut. Allerdings haben wir nicht damit gerechnet, dass die Klimaanlage im Flughafen Orlando auf gefühlte -10°C gedreht ist. Ich, schlau wie immer, hab natürlich auch keine lange Hose angezogen, weils ja sowohl in Orlando als auch in New York warm sein sollte. Wozu also unnötiges Gepäck einpacken?! Ich muss sagen: Wir haben ein wenig gefroren. Und wir haben auch nicht wirklich geschlafen (ich wahrscheinlich noch am meisten, denn wer mich näher kennt, weiß, dass ich überall schlafen könnte und dann auch wie ein Stein. Neben mir könnte ne Elefantenherde vorbeirennen und ich würde nur mal kurz die Kopf hochhalten und dann weiterschlafen). Das Geld, das wir für das Taxi eingespart haben, ging also für Kaffee, heiße Schokolade und Tee drauf ;)


Wir habens aber dann doch noch nach New York geschafft. Fragt mich nicht wie, denn wir haben die ganzen 2h11min Flug komplett verschlafen (teilweise auch den Bordservice!!). Wir kamen am LaGuardia Airport an und machten uns auf den Weg zum "Heart of Harlem", unserem Bed&Breakfast für die nächsten drei Nächte. Nach wilder Herumsucherei, weil es nirgendwo sichtbar war, welches der sympatischen Reihenhäuser jetzt das B&B war, begrüßte uns Tressie, unsere Gastgeberin. Da das Haus nicht ausgebucht war, durften wir sogar eine ganze Etage komplett für uns nutzen! Zwei Zimmer, neun Schlafplätze und eigenes Bad. Sehr cool und das ohne Aufpreis. Das Frühstück ist der Hammer: Frische Baguettes und Bagels, Muffins, frisches Obst, Yoghurt und Tee und O-Saft. Wir konnten uns immer super für den Tag vollstopfen :)


An unserem ersten Tag haben wir uns dann erstmal in den Central Park geknallt und eine Stunde geschlafen, weil wir so alle waren. Anschließend haben wir uns schonmal einen Eindruck vom Times Square und dem Broadway gemacht, sind in unzählige Shops gegangen und bei Dunkelheit dann das Rockefeller Center hochgefahren. Super Ausblick auf die Stadt inklusive das Empire State Building, das wir auf jeden Fall auch noch besuchen würden.


2.Tag: Nach dem genialen Frühstück machten wir uns auf die Socken, um die Preise für die Musicals auszuchecken. Wir wollten unbedingt eins sehen, wenn wir schon am Broadway waren und mein Träumchen war es, "Wicked" anzuschauen, weil ich es schon nicht in Deutschland oder London geschafft habe. Wir hatten dann auch noch echtes Glück, denn zwei Stunden vor der Vorstellung läuft eine Lottery. Wir schrieben also unsere Namen auf und hofften, dass wir aufgerufen wurden. Und TATSÄCHLICH, ich konnte mein Glück gar nicht fassen und mir sind wirklich die Tränchen in die Augen gestiegen: Die haben meinen Namen aufgerufen!!! Wir hatten dann auch noch so viel Glück, dass Michelle und Alina auch noch aufgerufen wurden und so hatten wir mal eben sechs Tickets für gerade mal je 25$. Wahnsinn! Ich saß dann zu allem Überfluss auch noch in der ersten (!!!) Reihe direkt in der Mitte. Wahnsinn! Das war wirklich mein Highlight vom Trip und es ist einfach ein unfassbar schönes Musical!!


Danach klapperten wir noch so Orte wie die Brooklyn Bridge, an der gerade gebaut wird, und das Memorial zu 9/11 ab. Mittlerweile wurde das neue World Trade Center ja schon fast wieder komplett hochgezogen. Der Tag ging superschnell vorbei (wie eigentlich jeder!) und nach einem Ausflug nach Chinatown, setzen wir uns in ein gemütliches italienisches Ristorante in Little Italy und speisten leckere Pasta. 


3.Tag: Für Sonntag wurden wir von Tressie zum Gottestdienst in Harlem direkt um die Ecke eingeladen. Das besondere ist ja, dass dort Gospelgesang gemacht wird in der Kirche und das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Es ist eine super Erfahrung, weil der Gottesdienst einfach komplett anders abläuft. Keiner bleibt auf der Bank sitzen und alle feiern einfach ihren Glauben an Gott. Da wird geklatscht, getanzt, gelacht! Sogar wir wurden sehr warmherzig willkommen geheißen von der Gemeinde, obwohl die bestimmt jede Woche Touristen bei sich in der Kirche haben! 
Nach dem Gottesdienst mussten wir nun aber wirklich mal die Hauptattraktionen New Yorks sehen und stellten uns in die ewig lange Schlange zum Schiff für Liberty und Ellis Island an. Wir wollten schließlich die Freiheitsstatue sehen! Das haben wir dann natürlich noch und konnten zusätzlich noch viele schöne Fotos vor der New Yorker Skyline machen. Da es dann ein wenig begann zu regnen, ließen wir Ellis Island außen vor und fuhren zurück zum Festland. Pünktlich zum Sundown waren wir dann schließlich auf dem Empire State Building. Das ist nun wirklich auch ein Erlebnis. Den Sonnenuntergang komplett mitzuerleben vom höchsten Aussichtspunkt New Yorks. Ein Traum :) 
Zu unserem letzten Abend in New York wollten wir uns dann nochmal ein schickes Essen leisten und gingen in "Ellen's Stardust Diner". Natürlich bestellten wir leckere Hamburger und sogar einen New York Cheesecake zum Nachtisch, weil wir den Laden so schnell nicht verlassen wollten. Die Kellner dort waren nämlich alle darauf aus, es bald an den Broadway zu schaffen und begeisterten uns mit ihren Wahnsinnstimmen mit Musical- aber auch Chartsongs. Sie servierten und sangen uns ganz nebenbei an die Wand. Sie tanzten auf den Bänken und den Tischen, dass wir gar nicht mehr weg wollten und einfach nur die Show genießen wollten. Wir haben uns gefühlt, wie im echten Musical :D


4.Tag: Ja und da war er dann schließlich, unser Abreisetag! Viel haben wir leider nicht mehr geschafft, weil wir am frühen Vormittag schon zum JFK-Airport aufbrechen mussten, aber wenigstens haben wir uns nochmal das Museum of Natural History angeschaut. Wer "Nachts im Museum" mit Ben Stiller als Nachtwächter gesehen hat, wird sich hier an einige Szenen erinnern inklusive die Ausstellungsstücke wie etwas den kaugummikauenden Inkastein. Sehr cool, aber auch sehr groß, sodass wir eher durchgehuscht sind. Den Central Park hätte ich gern noch länger gesehen und wär gern noch einmal durchspaziert, aber dafür blieb die Zeit dann doch nicht mehr. Dann muss ich wohl noch einmal wiederkommen ;)


Nach einer ewigen Fahrt zum Airport und einer um zwei Stunden verspäteten Landung in Orlando sind wir irgendwann nach Mitternacht dann auch wieder in den Commons gelandet und konnten seelenruhig von unserem tollen, aber viel zu kurzen Trip nach NY träumen.


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