Gerade komme ich zurück von der Mietwagenfirma. Der Mietwagen ist abgegeben und damit ist auch der letzte Schritt getan und der schönste Urlaub aller Zeiten ist leider nach viel zu kurzer Zeit beendet. Mein Freund kam mich für elf Tage hier in Orlando besuchen, um sich einerseits natürlich ein Bild davon zu machen, wo ich lebe und arbeite und um andererseits natürlich Florida zu entdecken inkl. aller kulinarischer Feinheiten. Das hieß für uns: 11 Tage Fastfood in allen Ketten oder Restaurants, die ich empfehlen konnte. Das waren einige ;)
Unsere ersten beiden Tage verbrachten wir in Orlando sowohl in den Universal Studios als auch in Epcot. Von den Universal Studios konnte ich ihn total begeistern - klar, die Achterbahnen dort sind der Wahnsinn. Die ganzen Parks in Deutschland kann man dagegen eh vergessen. Besonders der Harry Potter-Ride durch das Hogwarts -Schloss als auch Hulk - meine All-Time-Favourites - hat er strahlend genossen! Am zweiten Tag gings dann zu Epcot, um ihm meinen Arbeitsplatz zu zeigen, ihm ein paar Leute vorzustellen und und und.
Nachmittags fuhren wir dann los mit unserem Chevy nach Sarasota, unseren ersten Stop. Nettes Städtchen an der Westküste mit tollem Strand und auch einer süßen, kleinen Innenstadt (was man halt hier so Innenstadt nennt: Eine Mainstreet mit vielen Läden und Fressbuden). Den Weg an der Westküste Floridas entlang setzten wir am nächsten Tag dann fort und es ging nach Fort Myers, eine nette Hafenstadt. Dort blieben wir nur zwei, drei Stündchen, gingen ein wenig am Hafen entlang, schauten uns den Sonnenuntergang an und nahmen dann noch einen Cocktail auf dem Dach einer Bar ein. Das Hotel für diese Nacht hatten wir wie immer eigentlich am gleichen Tag spontan gebucht und dieses war in Naples, der Stadt, die uns schon ein wenig umgehauen hat. Wie irgendwie fast jede Stadt in Florida hat auch Naples einen Strand, an dem wir es uns ein wenig gut gehen liessen. Außerdem besuchten wir die Mall und aßen superleckeren Cheesecake in der Cheesecakefactory *mhmmm*. Die Stadt ist sehr geprägt vom südländischen Baustil - irgendwas zwischen Spanisch, Maurisch, Marokkanisch... :) Sehr schöne Häuser auf jeden Fall und ein tolles Flair.
Nach einem ungewollten Parkticket (die Amis schreiben nämlich eher weniger Parkverbotsschilder und sammeln dafür glaub ich einfach mehr Strafzettel raus - wir hatten nur Glück, dass das Auto nicht gleich abgeschleppt wurde...für mich ists nach wie vor unersichtlich, warum ich dort nicht parken durfte, aber hier ist keine Diskussion möglich :/) gings dann weiter nach Miami. Genauer gesagt Miami Beach, den Ballermann Floridas, wie ich ihn nun gern nenne. Miami hat mich autofahrertechnisch mehr als nur meine Nerven gekostet. Die fahren wir die besenkten Säue und unersichtlich ist die Stadt zusätzlich auch noch. Ich wollte nur noch zum Hotel, leider hab ich da nicht mit der Polizei gerechnet, die einfach mal alle Straßen abgesperrt hatten, die unser Navi uns ansagte, um unser Hotel zu erreichen. Es war wie ein Fluch - dauernd war dort wieder eine Straßensperre. Ich hätte heulen können. Irgendwie - keine Ahnung wie letztendlich - haben wir dann doch das Hotel direkt am Ocean Drive erreicht. Wenn man nach Miami Beach kommt, muss man auch am Ocean Drive nächtigen, das war klar. Leider gibts dort komischerweise einfach keine Parkplätze. Ich bin ausgerastet, hab erst auf einem öffentlichen Parkplatz mit stündlicher Bezahlung geparkt, bis ich merkte, dass das Parkticket nicht länger als 3 Uhr morgens ging. Da ich keine Lust auf noch ein Parkticket oder schlimmeres hatte, hieß es also um 3h aufstehen und woanders nach nem Parkhaus suchen, da das Hotel uns auch keine große Hilfe war. Als ich das erlösende Parkhaus ein paar Straßen weiter fand, konnte ich nur noch dankend in alle Richtungen nicken. Das war vielleicht ne Aktion.
Nach der Nacht musste erstmal am nächsten Tag Entspannung am Miami Beach her. Der Strand ist wirklich toll (und wenn man ein bisschen sucht, gibts auch Ecken, in denen nicht sooo viele Partytiger unterwegs sind) und ich konnte mein lang ersehntes Foto vor so einem Baywatch-Häuschen schießen :) Danach erfüllten wir Dirk noch ein Träumchen und fuhren zu dem Apartment-Komplex, in dem der Hauptdarsteller seiner Lieblingsserie "Dexter" wohnen soll und wo auch Teile der Serie gedreht wurden. Abends hatte er eigentlich dann noch eine Überraschung für mich geplant: Einen Helikopterflug über die Skyline Miamis bei Sonnenuntergang. Leider musste die Firma diesen absagen wegen Renovierungsarbeiten :( Tolle Wurst. Aber stattdessen wurde ich dann in ein italienisches Restaurant zum essen ausgeführt.
Der Trip konnte ja nicht aufhören und somit gings dann am nächsten Tag zu den wunderschönen Florida-Keys. In Key West am südlichsten Punkt der USA ist es traumhaft. Die alten, bunten Holzhäuser strahlen eine total entspannte Athmosphäre aus und man kann sehr schön einfach durch das Städtchen spazieren. Dort haben wir es dann auch geschafft, endlich einen Sonnenuntergang am Strand zu sehen. Toll :)
Nach einer Nacht in Fort Lauderdale mussten wir dann schleunigst weiter nach Cape Canaveral, wo unsere Bahamas-Cruise, meine kleine Überraschung für ihn, startete. Drei Nächte mit Stops auf Nassau und Coco Cay - ein Träumchen. Es war dieselbe Cruise, die ich auch schon im Oktober gefahren war, aber es war nochmal wunderschön. Im Casino des Atlantishotels in Nassau haben wir mal eben 4$ gewonnen *grins* und auf Coco Cay haben wir dann die Seele in der Hängematte baumeln lassen.am schönsten Strand, den wir bisher gesehen hatten. Eine gelungene Überraschung!
Wieder an Land brachen die letzten beiden gemeinsamen Tage dann auch schon an, die wir in Orlando verbrachten. Ein bisschen noch bei Disney rumgezappelt, ein paar Fahrgeschäfte ausprobiert, zwei wunderschöne Feuerwerke und Shows gesehen und noch einen Abstecher nach St.Augustine, die älteste Stadt der USA gemacht. Unser letzter Abend wurde mit dem Feuerwerk aus dem Magic Kingdom eingeleitet, das wir im Polynesian Resort vom hauseigenen Strand wunderbar sehen konnten. Anschließend ist er mit einem traumhaften Dinner im California Grill (im 15. Stock des Contemporary Resorts) mit Blick auf ganz Orlando ausgeklungen. Die Zeit verging viiiel zu schnell und jetzt habe ich einfach noch mehr Lust, endlich wieder nach Deutschland zurückzukommen. Es sind noch dreieinhalb Monate und diese Zeit wird verfliegen - dafür sorge ich schon mit ganz viel Arbeit und hoffentlich noch mehr Trips!
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